Dschungelabenteuer im Bako-Nationalpark auf Borneo

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Stundenlang alleine durch den Dschungel wandern, Berge erklimmen, Aussichten genießen, wilde Tiere entdecken und in einsamen Buchten baden – das ist der Bako-Nationalpark auf Borneo. 

Borneo ist eine Insel irgendwo zwischen Südostasien und Australien. Brunei, Indonesien und Malaysia teilen sie sich.

Anreise

Der Bako-Nationalpark liegt im malaysischen Teil eine etwa 30-minütige Fahrt von der Stadt Kuching entfernt. Sowohl ein öffentlicher Bus für weniger als 1€ als auch Taxis sind verfügbar. Für Letzteres benutzt Du am besten Uber, was etwa 10€ kostet.

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Dann bist Du aber erst am Anleger. Denn den Nationalpark kannst Du nur mit dem Boot erreichen. Das braucht weitere 20 Minuten.

Im Bako-Nationalpark wird gewandert

Wer den Bako-Nationalpark besucht, sollte wissen, dass hier gewandert wird. Es gibt mehr als ein Dutzend (zum Teil recht anstrengende) Wanderwege – von zwei Stunden Laufzeit bis zu Tagesmärschen.

Hier siehst Du die Wanderwege des Bako-Nationalparks auf Borneo. (Foto: Ruti)

Hier siehst Du die Wanderwege des Bako-Nationalparks.

Ein Tagesausflug ist zu wenig

Da das letzte Boot um 15 Uhr wieder zurückfährt, ist ein Tagesausflug eine relativ stressige Angelegenheit. Eine Übernachtung solltest Du einplanen. Auch für zwei Nächte hat der Park genug zu bieten.

Es gibt verschiedene Unterkünfte von einfach bis ganz einfach, das heißt von Mehrbettzimmer mit Gemeinschaftsbad bis Doppelzimmer mit eigenem Bad. Buchen kannst du hier.

Unsere Hütte war bereits die Luxusvariante im Bako-Nationalpark. (Foto: ruti)

Unsere Hütte war bereits die Luxusvariante im Bako-Nationalpark.

Direkt vor der Tür springen die Affen herum und es gibt Schweine mit Vollbärten, die wir “Hipster-Pigs” tauften. Wir haben auch Warane und nachts eine Schlange dort gesehen.

Das Essen ist ebenfalls einfach. Es gab ein Buffet mit malaysischer Kost, aber auch Pommes und Chicken Nuggets für diejenigen, die damit nichts anfangen können. Außerdem verkaufte ein kleiner Shop Drinks und Snacks.

Dschungelsafari auf eigene Faust

Besonders gut gefiel mir, dass wir (meine Freundin und ich) ohne Guide durch den Dschungel laufen konnten und dass es zwar Pfade gab, aber kaum befestigte Wege. So blieb das Indiana-Jones-Feeling erhalten. Auf Wunsch standen aber auch Guides zur Verfügung.

Dschungelpfad im Bako-Nationalpark auf Borneo (Foto: Ruti)

Wenn das nicht nach Dschungel aussieht, weiß ich es auch nicht.

Zur Sicherheit mussten wir uns in ein Buch eintragen mit der Startzeit und dem Namen des Trails, den wir liefen. Am Abend mussten wir vor Einbruch der Dunkelheit zurück sein und uns wieder austragen. Das haben wir nicht ganz geschafft, aber wir waren bei Weitem nicht die Letzten. Die Deadline ist offenbar eher eine Richtzeit.

Die Natur im Bako-Nationalpark ist derart mystisch, dass ich mir oft vorstellte, King Kong käme jeden Moment um die Ecke. (Foto: Ruti)

Die Natur im Bako-Nationalpark ist derart mystisch, dass ich mir oft vorstellte, King Kong käme jeden Moment um die Ecke.

Abends wurde eine Nachtwanderung angeboten. Dafür mussten wir uns anmelden und Guides führten unsere Gruppe. Das war auch gut so, denn die haben wirklich beeindruckende Skills beim Entdecken der Tiere. Die Guides meinten, sie erkennen die Reflexionen der Augen, wenn sie mit der Taschenlampe in die Dunkelheit leuchten.

Egal, wie sehr ich mich auch anstrengte, ich konnte nur Tiere erspähen, wenn sie mir gezeigt wurden. Apropos: Eine Taschenlampe ist zwar kein Muss, aber für die Nachtwanderung doch sehr hilfreich.

Strandbuchten als Belohnung

Die Märsche sind anstrengend. Deshalb empfehle ich besonders diejenigen Trails, an deren Ende eine Strandbucht wartet. Es ist ein tolles Gefühl, wenn man für die Strapazen mit dem Meer belohnt wird.

Als ich völlig verschwitzt dort ankam, war die Verlockung extrem groß, dort baden zu gehen. Allerdings gab es Krokodile und andere Gefahren, weshalb man eigentlich nicht ins Wasser gehen sollte.

Wir sprachen mit einem Guide, der ein Pärchen zur gleichen Bucht geführt hatte und er meinte, es sei okay, solange wir nicht tief ins Wasser gingen. Wie genau das gegen Krokodile helfen sollte, weiß ich nicht, aber wir entschlossen uns, dem Einheimischen zu glauben.

Die Erfrischung weilte jedoch nur kurz. Denn wir mussten den Weg, den wir gekommen waren auch wieder zurücklaufen.

Nach einer anstrengenden Wanderung durch den Dschungel des Bako-Nationalparks erreiche ich das Meer. (Foto: Ruti)

Nach einer anstrengenden Wanderung durch den Dschungel erreichte ich das Meer.

Ob Regen oder nicht spielt im Regenwald kaum eine Rolle

Wir blieben eine Nacht und kamen am Ende des ersten Tages in einen Regenschauer. Das sollte im Regenwald nicht überraschend sein, aber ich hatte mein Gepäck im Hotel gelassen und war etwas knapp an frischen Klamotten. Dazu kam, dass bei über 90 Prozent Luftfeuchtigkeit gar nichts trocken wurde.

So war es ein extrem angenehmes Gefühl in die nassen Schuhe reinzuschlüpfen, um darin den ganzen Tag zu wandern. Aber ehrlich gesagt, störte das nur die ersten Minuten. Es war heiß und ich habe die Nässe dann nicht mehr wirklich wahrgenommen. Außerdem habe ich dermaßen geschwitzt, dass mein T-Shirt auch ohne Regen dermaßen nass wurde, dass ich es auswringen konnte – wie Du auch im Video sehen kannst.

Die Heimat der Nasenaffen

Die Stars des Bako-Nationalparks sind die Nasenaffen (englisch: Proboscis). Die sind ziemlich cool, weil die echt groß sind, lange Extremitäten haben und natürlich witzige Nasen. Es ist sehr wahrscheinlich, welche zu Gesicht zu bekommen.

Die Nasenaffen sind die Stars des Bako-Nationalparks auf Borneo. (Foto: ruti)

Die Nasenaffen sind die Stars des Bako-Nationalparks.

Daneben möchte ich noch auf die Silberaffen hinweisen, deren Babys knallorange sind. Die Farbe wechselt beim Heranwachsen langsam zu silber.

War mega!

Mir hat es extrem gut gefallen im Bako-Nationalpark und ich kann meine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen. War mega!

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