10 Monate Portugal und nun bin ich auf einmal zurück in Spanien. Bekannt ist mir die Gegend allerdings nicht. Denn ich bin über die Nordgrenze gefahren, wo sich ein Märchenland befindet.

Das Video zum Beitrag findest Du im Titelbild oder wenn Du hier klickst.

Die erste Region heißt Galicien. Hier folge ich dem Jakobsweg, dessen Symbol übrigens nicht, wie ich dachte, eine Sonne, sondern eine Jakobsmuschel ist, und übernachte in einem kleinen Dorf auf dem Land. Hier gibt es grüne Wiesen, Wälder und es sieht fast ein wenig aus wie in Mitteleuropa.

Der Unterschied ist, dass sich nur ein paar Kilometer entfernt das Ende der Welt befindet und da fahre ich natürlich hin.

Das 3. Ende der Welt

Das Ende der Welt heißt hier Kap Finisterre und es ist der nordöstlichste Punkt Europas. Das stimmt zwar nicht ganz, genau wie die Annahme der Römer, die diesem Ort seinen Namen gaben, aber hier gibt es einen Leuchtturm, ein Café, ein Gipfelkreuz und so weiter. Märchenhafter ist es unweit davon entfernt, wo mich Google irrtürmlicher Weise hinführt. Am Ende eines Dorfes führt ein kleiner Waldweg auf eine Lichtung von der ich auf die Costa de la Muerte, die Todesküste, schauen kann.

Das Kap Finisterre ist bereits mein drittes Ende der Welt auf dieser Reise: An der Algarve befindet sich mit dem Cabo de São Vicente der südöstlichste Punkt Europas und das Cabo da Roca in der Nähe von Lissabon ist der östlichste Punkt Europas. Meine persönliche Trilogie habe ich also vollendet.

Über den Märchenwald in die grünen Berge Asturiens

Weiter gehts an der Küste Galiciens entlang. Ich komme durch kleine, wunderschöne Fischerörtchen, die an atemberaubenden Atlantikbuchten liegen und übernachte schließlich in Pontedeume.

Dort befindet sich ein Märchenwald, dem ich einen Besuch abstatte. Dann erreiche ich Asturien, esse in Luarca, fahre am Ort der Schande von 1982 in Gijon vorbei und erlebe eine fantastische Motorradstrecke zu meinem Hostel, das hoch in den grünen Bergen Asturiens liegt.

Der 6. Sturz auf meiner Reise

Dort angekommen und voller Selbstbewusstsein ob meiner Fahrkünste verliere ich erst einmal den Halt auf einem sandigen Stück und lege mich vor dem Hostelbesitzer und seiner Frau auf die Nase. Dabei falle ich rücklings vom Bike und überschlage mich.

Passiert ist nichts, außer, dass mein Selbstbewusstsein nun wieder zurechtgestutzt ist. Es war der 6. Sturz auf meiner Reise, aber mit Abstand der peinlichste.

Daneben erzählt mir der Hostelbesitzer, dass ich in Asturien gar nicht sein darf, weil die Region abgeriegelt sei. Im Internet konnte ich nix darüber finden und auch in Gijon hat sich niemand gewundert.

Egal, morgen will ich eh früh aufbrechen und nach Kantabrien fahren.

Als sich das Adrenalin in der Nacht legte, verspürte ich doch ein schmerzendes Handgelenk, aber es hinderte mich nicht, am Morgen aufzubrechen.

Zu den Pintchos an die französische Grenze

Am nächsten Tag regnet es zunächst, aber als ich Santander erreiche, strahlt die Sonne und ich bin verblüfft, wie unfassbar türkis das Wasser in dieser wirklich schönen Stadt ist.

Nun fahre ich ins Baskenland, genauer gesagt, nach San Sebastián. Während meiner Reise ist mir diese Stadt bestimmt zehn Mal empfohlen worden, vor allem, weil sie kulinarisch spektakulär ist. Hier im Baskenland gibt es sogenannte Pinchos. Ähnlich wie Tapas sind das kleine Snacks, die in unzähligen Restaurants der Altstadt in einer riesigen Auswahl angeboten werden. Einen Tag lang bestaune ich die Stadt, schaue den Surfern zu und esse Pintchos.

Nun heißt es Abschied nehmen. Morgen gehts nach Frankreich!

 

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