Als Anfänger auf Motorrad-Reise – Mama ante Porto

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In meinem letzten Reisebericht bin ich von Lissabon nach Porto gedüst. Dort hatte ich bereits häufiger gehört, dass die Hauptstadt Portugals zwar schön sei, die Metropole im Norden allerdings noch tausendmal schöner. Der Grund meiner langen Etappe nach Porto aber war ein anderer: Meine Mama kam zu Besuch.

Das Video zur Etappe findest Du im Titelbild oder wenn Du hier klickst.

Nachdem ich meine Mutter am Flughafen in Porto abgeholt hatte, fuhren wir 20 Minuten Richtung Norden nach Vila do Conde. An diesem Strandort verbrachten wir die ersten gemeinsamen Tage. Und wie der Begriff „Strandort“ schon sagt, machten wir nicht viel anderes außer am Strand liegen – und essen gehen.

Was neues fürs Motorrad

Vor einigen Monaten hatte ich bei YouTube ein Video gesehen, in dem ein Tracker beworben wurde. Den hatte ich bestellt und nun hatte ihn mir meine Mutter mitgebracht.

Es handelt sich um den Vigo Smart Track. Das ist eine kleine schwarze Box, die mittels Kabel an die Motorrad-Batterie angeschlossen wird und dann jede Bewegung der Maschine aufzeichnet. Diese Aufzeichnungen kann ich auf einer App ablesen.

Mir gefällt es, das ich nun nicht mehr daran denken muss, den Tracker einer App ein- bzw. auszuschalten. Stattdessen passiert das automatisch.

Der Vigo Smart Track erkennt außerdem, wenn jemand anderes das Bike bewegt, sprich stiehlt, und sendet mir dann einen Alarm. Ich kann sehen, wo das Motorrad sich gerade befindet.

Zudem soll der Tracker Unfälle wahrnehmen und meinen Notfallkontakt automatisch benachrichtigen und er bewertet auf einer Skala bis 10, wie gut man Motorrad fährt.

Ich kann natürlich noch nicht sagen, wie gut das kleine Ding funktioniert, werde aber berichten.

Porto erkunden

Nach 3 Tagen war es dann soweit. Wir verlegten unseren Urlaubs-Wohnsitz in Portugals zweitgrößte Stadt Porto.

Unsere Airbnb-Wohnung hatte ich – da muss ich mich selbst loben – perfekt gewählt. Wir konnten die Altstadt und auch das andere Ufer zu Fuß erkunden.

Das taten wir auch. Wir liefen, fuhren mit der Tram, der Zahnradbahn, der Seilbahn und dem Boot. Natürlich war auch eine Führung durch ein Portweingut dabei mit anschließender Weinprobe.

Nach ausgiebiger Erforschung der Stadt kann ich bestätigen, was die Leute in Lissabon sagten: Porto ist wunderschön.

Highlight Flussufer

Für mich persönlich war das Highlight aber nicht die hügeligen Fußgängerzonen mit ihren blau-weiß gefliesten Gebäuden und auch nicht der Stadtstrand, sondern das Flussufer mit den vielen Brücken, wovon diejenige, die auf den Namen Luis I. hört, die spektakulärste ist – und das, obwohl eine andere von Gustave Eiffel stammt.

Die Ponte Luis I. kann man sowohl auf 2 Ebenen zu Fuß überqueren, als auch mit dem Auto unten und mit der Metro oben. Jugendliche springen von ihr in den Douro-Fluss, der aus dem gleichnamigen Tal geflossen kommt, wo die Trauben für den Portwein reifen.

Portwein

Als wir die Brücke überquerten, waren wir in einer anderen Stadt: Vila Nova de Gaia. Für uns Touristen ist das die Seite Portos, wo der Portwein lagert.

Viele Gebäude tragen große Schilder mit den Namen des jeweiligen Weinguts und fast alle haben auch ein Restaurant oder eine Cocktail-Bar oder beides. Die Cocktails bestehen selbstverständlich immer zu einem Teil aus Portwein.

Dort Cocktail-schlürfend zu sitzen und auf die bunten am Berg hängenden Häuser Portos zu schauen, gehört auf jeden Fall zu den 100 Dingen, die ein Reisender mal erlebt haben muss. Ich hoffe für das berühmte Buch, dass dies auch dort drin steht.

Weniger Werkzeug

Ihr seht, ich war mittelschwer begeistert von Porto – und meine Mama auch. Als sie wieder abgereist ist, habe ich ihr einiges von meinem Werkzeug mitgegeben. Darunter alles, was ich zum Reifenausbau benötige inklusive der Schläuche.

Solange ich in Europa bin, würde ich eh immer den Mechaniker rufen, bevor ich anfange, an Schrauben zu drehen, von denen ich keine Ahnung habe. Hier gibt es auch alle nötigen Ersatzteile.

Bettwanzen-Alarm

Nachdem ich meine Mama wieder zum Flughafen gebracht hatte, war es vorbei mit Airbnb. Ich hatte ein Hostel gebucht.

Nur Minuten, bevor ich mich auf den Weg machen wollte, erreichte mich eine WhatsApp-Nachricht, in der es hieß, dass mein gewähltes Hostel leider alle Buchungen stornieren müsse, weil sie leider eine Bettwanzen-Attacke hätten.

Ich war nicht begeistert, aber so war es mir lieber, als übersät mit Bettwanzen-Bissen zu sein. Außerdem gab es in Porto mehr als genug Alternativen – und ich war gerade so begeistert, dass ich nun nur noch drei Taschen Gepäck hatte (inkl. Zelt), dass meine Laune nicht wirklich zu trüben war.

Ein weniger touristischer Teil Portos

Mein neues Hostel lag in einem weniger touristischen Viertel der Stadt, was ich sehr cool fand, weil hier auch Portugiesen waren und es sehr ehrlich und günstig war.

Ich blieb weitere 4 Nächte und machte mich dann auf den Weg, mir die Portweintrauben von der Nähe anzuschauen.

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