Coca-Cola aus Palästina, Thailand, China, Italien und Israel (Foto: ruti)

Softdrinks aus aller Welt

In Drinks, Essen & Trinken, Essensgalerien by Ruti2 Comments

In Zeiten, in denen gesunde Ernährung im Trend liegt, ist der Softdrink ein Anachronismus. Dennoch ist das chemische Zuckerwasser auf der ganzen Welt verbreitet und ständig erscheinen neuen Varianten. Deshalb passen Reisen und Softdrink-Liebe auch so gut zusammen.

Deshalb habe ich dem Softdrink auch einen Artikel gewidment. Hier erzähle ich, was einen Softdrink eigentlich auszeichnet, wie ungesund Coca Cola wirklich ist, dass Red Bull seinen Ursprung in Thailand hat und stelle einige besondere Drinks aus verschiedenen Ländern vor. 

Als musikalische Untermalung habe ich „Softdrink“ von Bilderbuch rausgesucht:

Was ist ein Softdrink?

Der Duden sagt, Softdrink ist das Antonym zu Harddrink. (Zugegeben, darauf wären wir wohl alle noch gekommen.) Der Harddrink ist ein hochprozentiges alkoholisches Getränk. Demnach ist der Softdrink also alkoholfrei (laut Lebensmittelbuch max. 0,25%).

Wikipedia übersetzt Softdrink mit Erfrischungsgetränk – und für Erfrischungsgetränke gibt es im Deutschen Lebensmittelbuch Leitsätze.

Diese Leitsätze besagen, dass ein Erfrischungsgetränk aus Wasser und geschmacksgebenden Zusätzen besteht. Kohlensäure ist kein Muss.

Zu den Erfrischungsgetränken gehören: Fruchtsaftgetränke, Fruchtschorlen, Limonaden und Brausen.

Limonade

Limonade bezeichnet Getränke, die aus Wasser und Geschmacksstoffen bestehen. Meist sind sie mit Kohlensäure versehen.

7 Up, Vietnam, 2015 (Foto: Ruti)

7 Up in Vietnam

Mirinda, Orange, Russland 2017 (Foto: Ruti)

Mirinda Orange in Russland

Mountain Dew in Deutschland (Foto: Ruti)

Mountain Dew in Deutschland

Egils Grape in Island (Foto: Ruti)

Egils Grape in Island

Zu den Limonaden gehören auch Cola-Getränke und die meisten Energy Drinks.

Chinesischer Softdrink, Teegetränk, 2016 (Foto: Ruti)

Softdrink in China

San Pellegrino Limonata, Zitrone, Deutschland 2017 (Foto: Ruti)

San Pellegrino Limonata in Deutschland

Herbal Moscow, Fermented Ginger, Ingwer-Limette (Ginger Beer), Russland 2017 (Foto: Ruti)

Herbal Moscow, Fermented Ginger in Russland

Uludag Gazoz, Deutschland 2017 (Foto: Ruti)

Uludag Gazoz in Deutschland

Blue Sheep, More Hito, Litauen 2016 (Foto: Ruti)

Blue Sheep Mojito in Litauen

Lipton Sparkling Ice Tea, Deutschland 2017 (Foto: Ruti)

Lipton Sparkling Ice Tea in Deutschland

100PLUS, Zitrone-Limone, isontonisch, Myanmar 2016 (Foto: Ruti)

100PLUS Lemon/Lime in Myanmar

Ahoi Brause Waldmeister in Deutschland (Foto: Ruti)

Ahoi Brause Waldmeister in Deutschland

Cola

Coca-Cola, China 2016 (Foto: Ruti)

Coca Cola in der klassisch-ikonischen 0,3-Liter-Glasflasche.

Die erste Cola war tatsächlich die Coca-Cola. Sie wurde 1886 vom amerikanischen Apotheker John Stith Pemberton erfunden und entwickelte sich zu einer der bekanntesten Marken der Welt. Laut Wikipedia verkaufte Pemberton Cola als Mittel gegen Depressionen, Müdigkeit und Kopfschmerzen. Vor allem aber sah er in dem kokain- und weinhaltigen Getränk einen Morphin-Erstatz. Als 1886 die Prohibition erlassen wurde, musste er den Wein rausnehmen und erfand so das Getränk. Bereits seit 1902 ist auch kein Kokain mehr enthalten.

Coca-Cola enthält viel Zucker und Koffein und hat den Ruf äußerst ungesund zu sein.

Es gibt Hinweise, dass Cola Osteoporose bei Frauen fördert und ein Grund für Kaliummangel ist. Nachgewiesen ist, dass Cola schlecht für die Zähne ist.

Aber: Der Zuckergehalt in frisch gepresstem Orangen- und Apfelsaft ist in etwa genauso hoch wie in Coca-Cola. Der Brennwert von normal fetter Milch sogar höher. Die meisten Colas enthalten weniger Koffein als Tee oder Kaffee. Und Cola kann auch nicht den Magen schädigen.

Heutzutage gibt es hunderte Konkurrenten von Coca Cola, von denen der bekannteste Pepsi ist.

Dr. Pepper, Deutschland 2015 (Foto: ruti)

Dr. Pepper in Deutschland

Pepsi-Cola, Russland, 2018 (Foto: Ruti)

Pepsi-Cola in Russland

MischMasch, Cola-Orangen-Limonade, Deutschland 2017 (Foto: ruti)

MischMasch in Deutschland

Fentimans Curiosity Cola, Norwegen 2013 (Foto: ruti)

Fentimans Curiosity Cola in Norwegen

John Lemon, Cola, Ungarn 2016 (Foto: Ruti)

John Lemon Cola in Ungarn

Bela-Kola ist die weißrussische Variante von Coca-Cola. (Foto: Ruti)

Bela-Kola in Weißrussland

Tirola Kola  - getrunken in Deutschland. (Foto: Ruti)

Tirola Kola in Deutschland

afri Cola 25, Deutschland 2017 (Foto: Ruti)

Afri Cola in Deutschland

Außerdem gibt es Cola auch gemischt und mit verschiedensten Geschmackszusätzen.

Coca-Cola, Cherry, Russland 2017 (Foto: ruti)

Cherry Coca Cola in Russland

Dr. Pepper Cherry, Wonderwoman Edition, Russland 2017 (Foto: Ruti)

Dr. Pepper in der Wonderwoman-Edition und Cherry in Russland.

Pepsi Twist, Kambodscha 2013 (Ruti)

Pepsi Twist in Kambodscha

Paulaner Spezi, Deutschland 2013 (Foto: Ruti)

Paulaner Spezi in Deutschland

Energy Drink oder was Mateschitz in Asien entdeckte

Energy Drinks sind Getränke, die einen leistungssteigernden Effekt haben sollen. Teilweise konnten solche Effekte in Studien nachgewiesen werden.

Red Bull Krating Daeng, Vietnam 2015 (Foto: Ruti)

Krating Daeng ist der Ursprung von Red Bull. Diese Dose aus Vietnam gehört bereits zum österreichischen Imperium.

Erstmals wurde Taurin im 2. Weltkrieg japanischen Piloten verabreicht. In der Folgezeit wuchs in Asien die Popularität des Energy Drinks Lipovitan-D. Seit den 1970ern ist Krating Daeng in Thailand zu finden.

Mit Lipovitan D etwas Energie tanken für neue Abenteuer in Thailand (Foto: S.E.)

Lipovitan D kommt in Thailand in einer Flasche daher, die mehr nach Apotheke als nach Energy Drink aussieht.

Für den Erfolg der Energy Drinks ist Dietrich Mateschitz verantwortlich. 1982 entdeckte er auf einer Dienstreise in Thailand Krating Daeng und erwarb die Markenrechte. Gemeinsam mit thailändischen Partnern gründete er die Red Bull GmbH. 1987 erschien Red Bull als eine Variante von Krating Daeng. Hauptunterschied ist, dass Red Bull Kohlensäure enthält.

Energy Drinks haben seit dem einen regelrechten Siegeszug angetreten, so dass mittlerweile fast jeder Softdrink-Hersteller eine solche Variante anbietet.

Red Bull, Ungarn 2016 (Foto: Ruti)

Red Bull in Ungarn

MTV UP! Energy Drink, Original, Russland 2017 (Foto: Ruti)

MTV UP! Original in Russland

Bacchus Energy Drink, Mongolei 2016 (Foto: ruti)

Bacchus in der Mongolei

Dr. Pepper Energy, Deutschland 2016 (Foto: ruti)

Dr. Pepper Energy in Deutschland

S.O.V.A. Energy Drink, Russland 2017 (Foto: Ruti)

S.O.V.A. in Russland

Wild Sheep, Energy Drink, Laos 2016 (Foto: ruti)

Wild Sheep in Laos

Sting Energy, Berry Blast, Vietnam 2015 (Foto: Ruti)

Sting Berry Blast in Vietnam

Kabul, Energy Drink, Deutschland 2015 (Foto: ruti)

Kabul in Deutschland

Isotonisch

Powerade, Mountain Berry Blast, Russland 2017 (Foto: Ruti)

Powerade Mountain Berry ist mein liebstes isotonisches Getränk.

Isotonische Getränke haben das gleiche Mischverhältnis von Nährstoffen und Blut. Dadurch kann der Organismus diese besonders schnell aufnehmen.

Fanta – eine deutsche Erfindung

Fanta Klassik, Deutschland 2015 (Foto: Ruti)

Fanta in der Retro-Flasche.

Im 2. Weltkrieg wurden in Deutschland die Rohstoffe knapp, so dass Coca-Cola nicht mehr hergestellt werden konnte. Der deutsche Chefchemiker des Konzerns, Dr. Schetelig, mischte daher ein neues Getränk aus Molke und Apfelfasern und nannte es Fanta. Der Name stammt von dem Wort „fantastisch“. Erst später wurde der Name auf eine Orangenlimonade übertragen.

Heute gibt es Fanta in über 70 Geschmacksrichtungen. Viele Sorten gibt es auch nur vorübergehend.

Fanta Mango, Russland 2017 (Foto: Ruti)

Fanta Mango in Russland

Fanta, Thailand 2015 (Foto: Ruti)

Fanta Orange in Thailand

Fanta Orange, Russland 2017 (Foto: Ruti)

Fanta Orange in Russland

Fanta, China 2016 (Foto: Ruti)

Fanta in China

Fanta World, Grape, Kambodscha 2013 (Foto: Ruti)

Fanta World Grape in Kambodscha

Fanta Zitrone in Weißrussland (Foto: Ruti)

Fanta Zitrone in Weißrussland

Fanta, China 2016 (Foto: Ruti)

Fanta in China

Fanta Berry, Russland 2017 (Foto: ruti)

Fanta Berry in Russland

Kwas

Das ist Kwas, ein leicht alkoholhaltiges Erfrischungsgetränk.

Das ist Kwas im klassischen Sowjet-Style – gesehen in Kasachstan.

Kwas oder Kwass ist ein slawisches Erfrischungsgetränk, dass vor allem in Russland (квас), Kasachstan, Osteuropa und im Kaukasus beliebt ist. Der Name bedeutet „saures Getränk“.

Bit Kwas, Rote Beete, Karotte, Russland 2017 (Foto: Ruti)

So sieht Kwas in cool aus mit Rote Beete versetzt – getrunken in Russland.

Hergestellt wird Kwas durch Gärung von Brot. Es enthält deshalb auch ganz wenig Alkohol.

Kwass sieht aus, wie eine Mischung aus Cola und Bier und schmeckt Bierähnlich. Es soll das Wohlbefinden fördern.

Baikal

напитки из черноголовки "Getränke aus Tschernogolowka", Baikal, Russland 2017 (Foto: ruti)

Baikal ist ein klassischer Sowjet-Softdrink.

Baikal stammt aus Russland und wurde zu Zeiten der Sowjetunion als Konterpart zur amerikanischen Cola entwickelt. Von der Farbe her ähnelt das Getränk, das nach dem größten Süßwassersee der Welt benannt ist, Cola.

Wostok, Brause Tannenwald, Deutschland 2013 (Foto: Ruti)

Wostok ist die deutsche Version von Baikal.

In Deutschland gibt es Wostock mit Tannenwaldgeschmack. Das ist eine auf den deutschen Geschmack abgestimmte Kopie des Baikals-Drinks.

Tarchun

Tarchun ist Estragonlimonade, die durch ihre Giftgrünefarbe hervorsticht. Sie wurde 1880 in Georgien erfunden, heißt dort Tarchuna und ist in der Region der früheren Sowjetunion beliebt.

Manchmal wird auch Waldmeisterlimonade Tarchun genannt.

Tarchuna, Russland 2016 (Foto: Ruti)

Ist die Farbe von Tarchun nicht geil?

напитки из черноголовки "Getränke aus Tschernogolowka", Tarchun - Estragonlimo, Russland 2017 (Foto: ruti)

Tarchun gibt es auch in modern.

Mors, Russland, 2017 (Foto: Ruti)

Mors in Russland

Mors

Mors ist ein Fruchtsaftgetränk, dass aus Beeren zubereitet wird und in Russland sehr beliebt ist.

Djusches

Маркет Перекресток "Markt Perekrestok", Djusches - Birnenlimo, Russland 2016 (Foto: Ruti)

Djusches – Birnenlimonade in Russland.

Djusches ist etwas, dass ich in Russland kennen und lieben gelernt habe. Djusches wird eigentlich Дюшес geschrieben und heißt Herzogin. Es gibt eine Birnensorte, die so heißt. Und es handelt sich auch um Birnenlimonade. Sie stammt ebenfalls aus der Sowjet-Zeit und ich kann das Zeug literweise trinken.

Vogelnest

Hong Soon, Bird's Nest Beverage, Kambodscha 2014 (Foto: Ruti)

Vogelnest ist etwas ganz spezielles und schmeckt auch so. Getrunken in Kambodscha.

Asiatische Mauersegler bauen ihre Nester mit ihrer Spucke. Diese Nester gelten in Asien als Delikatesse und es werden auch Softdrinks daraus gemacht.

Die Vogelnester sollen sehr gesund sein, die Haut verjüngen, die Potenz steigern und das Leben verlängern.

Kommentare

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