Wohnungsauflösung und andere Nervensägen vor der Weltreise

Ruti Reiseplanung, Weltreise Leave a Comment

Meine Weltreise steht. In gut fünf Wochen geht es los. Das ist total aufregend und ich würde am liebsten sofort in den Zug steigen und mir die Freiheit um die Nase wehen lassen. Aber so einfach geht das leider nicht. Wenn man sein bisheriges Leben aufgibt, hat man eine Menge Aufgaben zu erledigen. Um ehrlich zu sein, nervt mich das.

Neben Behördengängen und Papierkram ist die Wohnungsauflösung die größte Baustelle.

Alles muss raus

Fünf Jahre lebe ich nun in meiner Wohnung. Als ich eingezogen bin, kam ich mit nicht viel aus der gemeinsamen Wohnung mit meiner Ex-Freundin. Das kommt mir jetzt zu Gute, genauso wie die Tatsache, dass ich nicht so ein krasser Messie bin und somit nicht allzu viel Krams angesammelt habe.

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Die Wohnung zu kündigen, war ein erster Schritt. Für die Zeit, in der ich nicht da bin, werde ich ein paar (so wenige wie möglich) Kisten bei meiner Mutter im Keller einlagern, aber da sind trotzdem noch eine Menge Dinge und die müssen alle weg.

eBay Kleinanzeigen – mein neuer Freund

Es gibt ein paar wertvollere Sachen, die ich schon losgeworden bin. Schmerzhaft war vor allem der Verkauf meiner geliebten Vespa. Aber ich glaube, sie ist in guten Händen.

Genauso wie mein DJ-Equipment. Ich bin zwar kein DJ, aber aus Liebhaberei war ich ausgerüstet wie einer. Das Zeug habe ich über eBay-Kleinanzeigen verkauft. Ich hatte da vorher noch nie was inseriert, aber das funktioniert gut. So bin ich auch meinen alten Reiserucksack losgeworden. Für die Weltreise habe ich mir einen neuen gegönnt. Mein Bett habe ich an Bekannte abgegeben.

Hausflohmarkt

Aber da sind auch noch Möbel, Geschirr, Klamotten, Fernseher und so weiter. Meine Mutter übernimmt ein paar Möbel von mir, aber der Rest muss weg.

Um nicht alles einzeln inserieren zu müssen, habe ich einen Hausflohmarkt veranstaltet. Werbung dafür hatte ich mit einem Artikel hier auf dem Blog und mit einer Anzeige bei eBay Kleinanzeigen gemacht. Außerdem hatte ich einen Zettel beim örtlichen Edeka ausgehängt.

So lief der Verkauf

Schon bevor der Hausflohmarkt stattfand, haben sich ein paar Leute gemeldet und ich bin meine Waschmaschine losgeworden.

Der Hausflohmarkt selber lief ganz okay. Viele Leute waren nicht da, nur etwa 15, was vielleicht auch daran lag, dass es den ganzen Tag extrem geschüttet hat. Aber die, die kamen, haben die Fernseher, einige Möbel, ein wenig Geschirr, Handtücher, Bücher, Bettwäsche, Lampen, ein Fahrrad und etwas Kleinkram gekauft.

Die Preise hatte ich mir nur für ein paar wenige Sachen vorher schon überlegt. Wenn jemand Interesse an etwas hatte, habe ich mir dann spontan einen Preis ausgedacht. Dabei habe ich wahrscheinlich einiges unter Wert weggegeben, aber ich muss schließlich alles loswerden und kann nicht riskieren, auf dem Scheiß sitzen zu bleiben. Was ich am Ende nicht verkaufe, muss ich verschenken oder wegwerfen. Etwa 500 Euro habe ich eingenommen.

Kleider wollte keiner

Was komischerweise gar nicht ging, waren Klamotten. Nicht ein Teil habe ich verkauft – und da sind gute Sachen dabei, Markenware in Topzustand.

Die Kleider werde ich nun zu einem Kleiderladen des DRK bringen. Das gibt zwar kein Geld, aber es ist für einen guten Zweck und ich muss sie wenigstens nicht wegschmeißen. Die restlichen Bücher will ich ebenfalls spenden.

Neuer Mieter, neues Glück

Jetzt sieht es in meiner Wohnung schon katastrophal aus. Egal, die paar Wochen halte ich das aus und ich kann mich schonmal daran gewöhnen auf der Couch zu schlafen.

Bei meiner Küche hoffe ich immer noch darauf, dass der Nachmieter sie übernimmt. Es gab schon einen, aber der hat dann plötzlich wieder abgesagt. Jetzt geht die Wohnungsbesichtigung von vorne los. Hier siehts zwar aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen, aber der vorherige hatte eine eigene Küche und nun habe ich eine neue Chance. Wenn ich Glück habe, übernimmt der neue Mieter auch meine Kleiderschränke.

Nicht alle Reisevorbereitungen sind geil

Für den anderen Kram muss ich wieder Ebay Kleinanzeigen bemühen, also wieder Fotos machen und Anzeigen erstellen. Das macht keinen Spaß, aber von nichts kommt nichts.

Die Visa-Beschaffung ist auch noch nicht durch, die Steuererklärung muss noch gemacht, der Wohnsitz umgemeldet, Speermüll erledigt werden und so weiter.

Das alles gehört nicht zu den Reisevorbereitungen, die ich geil finde. Bei *Amazon (alle mit * gekennzeichneten Links sind Werbung) Sachen für den Trip zu kaufen, macht deutlich mehr Spaß. Aber diesen Teil habe ich schon hinter mir und mein *Rucksack ist klein und schon extrem prall gefüllt. Auch das macht mir ein wenig Sorgen.

Mein Mantra

Meine Jammerei ringt Dir wahrscheinlich wenig Mitleid ab. Noch weniger wird es wohl, wenn ich verrate, dass ich gar nicht mehr arbeiten gehen muss.

Nerven tuts trotzdem. Aber immer wenn es so weit ist, bemühe ich einfach mein Mantra: In 5 Wochen sitze ich im Zug und dann bin ich alle Sorgen los.

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