Als Anfänger auf Motorrad-Reise – Lissabon – Porto – ein langer Ritt

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Seit ich in Portugal bin, sind die Entfernungen eher klein. Nun aber war ich mal wieder fast 10 Stunden unterwegs – und zwar von Lissabon nach Porto.

Das Video zur Etappe findest Du im Titelbild oder wenn Du hier klickst.

9,5 Stunden aufm Bock

330 Kilometer trennen die beiden größten Städte des Landes. Nutzt man Autobahnen und Mautstraßen, braucht man dafür laut Google Maps etwa 3 Stunden.

Stellt man ein, dass man diese Straßen vermeiden will, ist man 6 Stunden unterwegs. Ich bin 370 Kilometer gefahren und nach 9,5 Stunden in Porto angekommen.

40 Minuten Sucherei

Nicht dazu gezählt habe ich die 40 Minuten, die ich vor meinem Hostel in Lissabon verplempert habe, weil ich meine Rok Straps – das sind die Befestigungsschnüre für mein Gepäck – nicht gefunden hatte.

Nachdem ich alles wieder ausgepackt und durchsucht hatte, wollte ich mich gerade damit abfinden, sie verloren zu haben, als ich sie am Boden meiner Satteltasche unter der Innentasche fand.

Etwas genervt von meiner eigenen Dummheit, aber froh, jetzt nicht durch Lissabon rennen zu müssen, um neue Schnüre zu besorgen, machte ich mich auf den Weg zur Tankstelle, bevor ich die Stadt verließ.

Surf-Mythos Nazaré

Als Pausenziel hatte ich mir Nazaré ausgesucht. Dort gibt es diese 30 Meter großen Wellen, die man aus spektakulären Surf-Videos kennt. Allerdings zeigen diese Wellen sich nur im Winter.

An diesem Tag war das Wasser ruhig. Einzig eine Tribüne mit verschiedenen Landesflaggen und die Jet-Skis, die die tollkühnen Surfer im Winter zu den Wellen hinausziehen, ließen erahnen, dass dieser Strand etwas Besonderes ist.

Touristen waren trotzdem jede Menge in Nazaré. Ich hatte mir vorgestellt, mein Mittagessen entspannt mit Blick auf den Strand zu mir zu nehmen, aber wegen der vielen Menschen, aß ich oben auf der Klippe im Ort – ohne Blick auf die Bucht, aber dafür sehr authentisch portugiesisch.

Im Pulk anderer Biker

Danach schwang ich mich wieder auf meine Ténéré 700, die nun ab und an auch andere Artgenossen trifft, was zu Beginn des Jahres nie der Fall war.

An diesem Tag war es auch das erste Mal, dass ich in eine Gruppe von Motorrädern hineingeriet und wir –  uns gegenseitig grüßend – über eine große Brücke fuhren. Das war neu für mich, da ich in den 9 Monaten ausschließlich allein unterwegs war und sehr sehr wenige andere Reisende Zweiradfahrer getroffen habe.

Nach ein paar Kilometern bogen die anderen Biker ab.

Im Dunkeln nach Porto

Ich stoppte nur noch einmal für einen Kaffee. Trotzdem war es bereits dunkel, als ich die Brücke in Porto überquerte und ich hatte Glück. dass ich noch etwas zu essen bekam. Denn in Portugal wird deutlich früher diniert als in Spanien.

Es hat Spaß gemacht, mal wieder richtig im Reisemodus unterwegs zu sein inklusive schmerzendem Hintern. Nun erkunde ich den Norden Portugals.

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