Schöne Aussicht in Mamallapuram (Foto: Ruti)

Südindien und die Andamanen – Stationen eines Rucksackreisenden

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3. Impfungen und Reiseapotheke

Vor meiner Reise nach Südindien habe ich mich endlich mal dazu durchgerungen, zum Arzt zu gehen und nötige Impfungen abzuchecken. Es war aber nicht so, dass meine Hausärztin sich da auskannte. Ich musste ihr auf einer Karte erst einmal zeigen, wo Indien überhaupt liegt. Sie hat die nötigen Impfungen dann nachgeschlagen.

Besser ist es, sich vorher im Internet nach empfohlenen Impfungen zu erkundigen. Da Indien riesig ist, bestehen in den verschiedenen Gebieten auch unterschiedliche Risiken. Das Auswärtige Amt gibt brauchbare Empfehlungen.

Krankenkasse zahlt, also vollgas

Mein Reiseapotheke war nie zuvor so gut ausgestattet. Ich werde eben auch nicht jünger. (Foto: ruti)

Mein Reiseapotheke war nie zuvor so gut ausgestattet. Ich werde eben auch nicht jünger. (Foto: ruti)

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Manche Krankenkassen bezahlen Reiseschutzimpfungen. Ich hatte Glück, denn meine gehörte dazu. Also beschloss ich, mir alles reinhauen zu lassen, was empfohlen wird. Wer weiß, wann ich mich das nächste Mal darum kümmere.

Ich hatte bereits die deutschen Standardimpfungen plus Hepatitis A und B. Polio (Kinderlähmung) kann man sich nochmal extra geben lassen, wenn man in Poliogebiete fährt. Die Tollwut-Impfung wollte ich schon lange mal machen lassen, denn in Südostasien gibt es eine Menge Straßenhunde und Affen sind aufdringlich und ihre Zähne scharf. Da kann ein Tollwutschutz nicht schaden. Außerdem habe ich mich noch gegen MeningitisTyphus und Japanische Enzephalitis impfen lassen. Cholera habe ich ebenfalls gemacht. Da ist der Schutz zwar nicht garantiert, aber die Impfung hilft auch gegen Reisedurchfall im Allgemeinen. Keine schlechte Sache, dachte ich.

Impf-Marathon let’s go

Leider sind viele dieser Impfungen nicht mit einer Injektion getan, sondern erstrecken sich über zwei oder drei. Dazwischen muss man immer einen gewissen Zeitraum verstreichen lassen. Manche Impfstoffe soll man auch nicht gleichzeitig bekommen. Das hatte für mich einen echten Impf-Marathon zu Folge.

Ich musste mir immer Privatrezepte ausstellen lassen und dann zur Apotheke fahren. Die hat die Impfstoffe bestellt, sofern sie lieferbar waren, was nicht bei allen sofort der Fall war. Bei den vielen Impfungen wurde auch das eine oder andere Rezept vergessen, so dass ich das dann noch nachbestellen musste.

Die Impfstoffe müssen kühl gelagert werden. Die Apotheke hat das netterweise für mich übernommen und ich habe den Stoff dann immer kurz vor dem jeweiligen Schuss abgeholt.

Insgesamt war ich 3 Monate damit beschäftigt. Aber man hätte es wohl auch in etwa zwei schaffen können. Ich war aber zwischendurch in Spanien und habe es dann etwas schleifen lassen. Zum Schluss war es so knapp, dass ich die letzte Impfung einen Tag vor meinem Abflug bekommen habe.

Vertragen habe ich das alles gut. Nach manchen Injektionen hatte ich Hitzewallungen, aber ansonsten hatte ich nur ein wenig Schmerzen in den Armen, in die ich mir das Zeug alle drei Tage abwechselnd links und rechts habe spritzen lassen. Aber nun dürfte ich in etwa so robust sein wie eine Kakerlake.

Billig ist der Spaß allerdings nicht. Die Rückerstattung der Krankenkasse belief sich auf über 500 Euro.

Einwegspritzen und Malaria-Standby

Für den Fall, dass mir in Indien was passiert, habe ich mir noch Einmalspritzen plus Nadeln in der Apotheke geholt. In Indien wird teilweise noch mit Glasspritzen gearbeitet, die einfach ausgewaschen werden. Da muss man ja nicht unbedingt haben. Die Spritzen sind aber total billig. Ich habe 3 Euro oder so bezahlt.

Außerdem habe ich noch ein Malaria-Standby-Medikament mitgenommen. Man nimmt es ein, wenn sich Symptome der Krankheit zeigen. Die Pillen muss man sich vom Arzt verschreiben lassen.

Außerdem empfehle ich Pflaster, Mückenspray, Anti-Kotz-Tabletten, Imodium gegen Durchfall, Schmerztabletten und Desinfektionszeug.

Medizinisch war ich auf meine Reise durch Südindien so gut vorbereitet, wie niemals zuvor. Dass gute Organisation untypisch für mich ist, zeigte sich am Tag meiner Abreise, als ich meinen Flug um ein Haar verschlafen habe.

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Kommentare

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