Das freundliche Gesicht des große ruhenden Buddhas im Wat Pho in Bangkok. (Foto: ruti)

Rutis Reiseführer für Bangkok – Tempel

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Bangkok hat unzählige Tempel. Auf Thailändisch werden sie “Wat” genannt. Man kann mehrere Tage ausschließlich damit verbringen, sie zu besichtigen und in die fremdartige und faszinierende Religion hineinzuschnuppern. Einige Tempel gehören zum Pflichtprogramm eines jeden Bangkok-Besuchers. In diesem Kapitel des Bangkok-Reiseführers stelle ich die wichtigsten und die schönsten Tempel der Stadt vor.


Die besten Tempel in der Übersicht



Must Sees


Königspalast bzw. Wat Phra Kaeo


Der Königspalast ist allein wegen seiner enormen Größe beeindruckend. Das Herzstück ist der grüne Smaragtbuddha. Witzigerweise besteht die erhöht sitzende Figur nicht aus Smaragd, sondern aus Jade. Der Smaragd-Buddha wird zu jeder der drei Jahreszeiten in ein spezielles Gewand gehüllt. Weil er so berühmt ist, habe ich ihn mir irgendwie größer vorgestellt. Doch verglichen mit anderen Buddhas ist er ziemlich winzig. Man sagt, er habe magische Kräfte.

Schön sind auch die riesigen Pagoden des Königstempels. Eine davon ist der goldene Phra Sri Rattana Chedi. In ihm soll ein Teil des Brustbeins von Buddha liegen.

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Der Königspalast verfügt über einen schmucken Garten mit Lotos-Blumen, bei denen man auf jeden Fall den Lotus-Effekt bewundern sollte.

Außerdem gibt es ausufernde Wandmalereien, die mich besonders beeindruckt haben (ich stehe auf Mythologie). Sie erzählen aus dem Ramakian, dem thailändischen Epos über den Kampf zwischen Gut und Böse (mehr dazu bei Wikipedia hier), und stellen Stationen aus dem Leben Buddhas dar. Wenn Du Dir einen Guide nimmst kannst Du Dir die fantastischen Geschichten der Malereien erklären lassen. Es gibt auch Deutsch sprechende Guides, falls Dein Englisch nicht so gut ist.
Öffnungszeiten: 8.30Uhr-15.30Uhr, Eintritt: 500 Baht

Wat Pho


Tempelwächter im Wat Pho (Foto: ruti)

Tempelwächter im Wat Pho

Der Wat Pho ist ebenfalls ein relativ größer Tempel und mein Lieblingstempel in Bangkok – und zwar wegen eines gigantischen liegenden Buddhas. Er misst 42 Meter Länge und 15 Meter Höhe. Ihn auf ein Foto zu bekommen ist praktisch unmöglich. Aber man kann sich eine Postkarte mitnehmen, auf der er in Gänze abgebildet ist. Wer diesen Buddha nicht geil findet, braucht eigentlich keinen Tempel in Thailand mehr zu besuchen.

Andere Sehenswürdigkeiten sind große Chedis und weitere Buddha-Statuen wie beispielsweise eine Menge nebeneinander stehender und sitzender Abbilder des “Erwachten”, wie Buddha übersetzt heißt.

Wer Lust hat, kann sich im Wat Pho auch eine Thaimassage verpassen lassen.

Der Wat Pho und der Königstempel liegen nah beieinander in Flussnähe. Man kann gut beide an einem Tag besuchen.
Öffnungszeiten: 8.30Uhr- 17.00Uhr, Eintritt: 100 Baht

Wat Arun


Der Wat Arun ist das Wahrzeichen Bangkoks und liegt vom Königspalast aus gesehen auf der anderen Seite des Flusses. Meistens ist er wegen Renovierung geschlossen. Wegen seiner einzigartigen Silhoutte, reicht es aber auch, ihn von außen zu sehen. Wenn man aber die Chance hat, ihn zu erklimmen, sollte man sie nutzen und die schiefen und riesigen Stufen einmal hochklettern, auf denen zwischendurch immer wieder Mönche ruhen. Und wenn Du es nur machst, um sagen zu können: “Da war ich schon drauf”. Einen schönen Blick auf den Wat Arun hat man bei einer Flussfahrt.
Öffnungszeiten: 9.00Uhr-17.00Uhr, Eintritt: 50 Baht

Rituale zum Mitmachen


In den Tempeln gibt es eine ganze Reihe an Ritualen, die man auch als Tourist mitmachen kann. Sie reichen vom Anzünden eines Räucherstäbchens, über Vögel fliegen lassen, bis hin zu Stäbchen schütteln. Der Klassiker ist, sich von einem Mönch ein farbiges Bändchen um das Handgelenk binden zu lassen. Auf einer Reise durch Thailand sieht man jede Menge Touristen, die sie tragen.

Übrigens: Wenn man fragt, wozu die Rituale gut sind, ist die Antwort immer “For Good Luck”. Damit das Glück auch perfekt ist, soll das Bändchen solange getragen werden, bis es von allein abfällt. Ach, und das die Rituale immer gegen ein kleine Spende durchgeführt werden, versteht sich von selbst.

Achtung!

In den Tempeln ist eine Kleiderordnung einzuhalten. Frauen sollten die Schultern bedecken. Beide Geschlechter müssen Hosen tragen, die über die Knie gehen. Je nach Laune wird das mal strenger, mal weniger streng durchgezogen. Beim Königstempel konnte man sich früher gratis Hosen für den Besuch leihen. Freunde haben mir aber erzählt, dass man sie mittlerweile kaufen muss.

Weitere sehenswerte Tempel


Golden Buddha oder Wat Traimit


Der goldene Buddha im Wat Traimit in Bangkok (Foto: ruti)

Der Golden Buddha ist weniger wegen seiner Größe als vielmehr wegen seines Materials und seiner Geschichte spektakulär: Die 3,5 Meter hohe sitzende goldene Statue war früher in Stein eingehüllt. Man wusste von dem wertvollen Inhalt nichts. Erst als sie bei einem Transport vom Kran fiel, kam der Buddha aus Massivgold zum Vorschein. Das Besondere daran: Die meisten Buddhas sind nicht aus massiven Gold, sondern nur beschichtet. Man vermutet, dass der Golden Buddha zum Schutz vor Diebstahl ummantelt wurde.
Öffnungszeiten: 9.00-17.00 Uhr, Eintritt: 40 Baht

Wat Saket bzw. Goldener Berg


Hier gibt es keine riesigen Buddhas zu sehen, dafür läuft man 317 Stufen einen künstlich aufgeschütteten Berg hoch – vorbei an hübschen Gartenanlagen. Der Goldene Berg ist eine kleine Oase der Ruhe in hektischen Großstadt. Oben kann man einen tollen Blick über Bangkok genießen.
Öffnungszeiten: 8.00Uhr-17.00Uhr, Eintritt: 20 Baht

Wat Intharawihan


Auf diesen Tempel bin ich eher zufällig gestoßen. Er ist nicht so berühmt, wie die anderen hier aufgeführten, aber die 32 Meter hohe stehende Statue Buddhas hat mächtig Eindruck hinterlassen und lohnt einen Besuch. Ich würde behaupten, dieser Tempel ist ein Geheimtipp.
Öffnungszeiten: 6.00Uhr-22.00Uhr, Eintritt: frei

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