Putin-Tassen, Metrjoschkas und andere Souvenirs kauft man in Moskau am besten auf dem Izmailovsky-Markt, der offiziell Izmailovsky-Vernissage heißt. (Foto: Ruti)

Benutzerhandbuch für Moskau

Ruti Moskau, Reiseführer, Reiseplanung, Russland 1 Comment

Moskau – ist das nicht gefährlich? Werde ich da gleich eingesperrt, wenn ich nicht aufpasse, was ich sage?“ – Trotz aller Bedenken reisen immer mehr Touristen nach Russland und die Fußball-WM 2018 wird den Besucherstrom erst recht anschwellen lassen. Moskau ist als Hauptstadt natürlich das Topziel.

Für alle Besucher habe ich einen kleinen Guide verfasst, mit dem Du für die Metropole mit seinen 20 Millionen Einwohnern gerüstet bist.

Der Rote Platz

Der Rote Platz ist DIE Sehenswürdigkeit in Moskau und für jeden Besucher natürlich ein No-Brainer – und bei einem Besuch schlägst Du gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe, denn der Rote Platz beherbergt eine ganze Reihe von Sehenswürdigkeiten.

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Auf der einen Seite grenzt er an die Ostmauer des Kremls, auf der anderen Seite steht das über 100 Jahre alte Luxus-Kaufhaus GUM. Die beiden Querseiten werden flankiert von der Basilius-Kathredale und dem knallroten historischen Museum. Auf dem Roten Platz befindet sich außerdem das Lenin-Mausoleum.

Der Rote Platz ist ein riesiger (freier) Platz, der vor vielen, vielen Jahren als Marktplatz errichtet wurde. Hier finden das ganze Jahr Veranstaltungen statt. Es gibt Konzerte, Märkte, Militärparaden und im Winter kannst Du hier Schlittschuh laufen. Falls Du bei Deinem Besuch einen leeren Roten Platz vorfindest, solltest Du besonders viele Fotos schießen. Denn das kommt nicht oft vor.

Der tollkühne Mathias Rust

Vielleicht sagt Dir der Name Mathias Rust noch was. Der Deutsche landete im Kalten Krieg mit seinem Privatflugzeug auf dem Roten Platz sorgte damit für weltweites Aufsehen.
In Wirklichkeit jedoch ist Rust auf der Moskwa-Brücke gelandet. Das ist die Brücke, die an die Rückseite der Basilius-Kathredale grenzt. Rust rollte mit seiner Cessna bis zu jener Kathedrale, die wir alle kennen, wo er vom KGB in Gewahrsam genommen wurde.

Basilius-Kathedrale

Die Basilius-Kathedrale in Moskau ist das bekannteste Bauwerk Russlands. (Foto: Ruti)

Die Basilius-Kathedrale ist das bekannteste Bauwerk Russlands.

Die Basilius-Kathredale ist die berühmte Kirche mit den bunten Zwiebeltürmen und das Wahrzeichen Russlands. Ihr Anblick ist spektakulär.

Gegen den Kauf eines Tickets kannst Du hineingehen und wirst überrascht sein, wie klein und verwinkelt es dort ist. Das liegt daran, dass die Basilius-Kathedrale eigentlich aus 9 Kirchen besteht. Ich finde, dass die Kathedrale vor allem von außen atemberaubend ist, und Du nicht unbedingt hineingehen musst. Zur Website.

GUM

Das Emblem des berühmtesten Kaufhauses Moskaus "GUM". (Foto: Ruti)

Das Emblem des berühmtesten Kaufhauses Moskaus

Das über 100 Jahre alte Kaufhaus GUM war früher für die einfachen Leute, beherbergt heute aber ausschließlich Luxus-Geschäfte. Armani, Boss, Louis Vuitton – hier gibt es alles, was Rang und Namen hat. Das GUM ist ein Kaufhaus im alten Stil, architektonisch schön und innen immer nett dekoriert.

Außerdem gibt es hier hübsche Cafés. Im obersten Stockwerk befindet sich ein erschwingliches Selbstbedienungsrestaurant mit russischer Kost. Zur Touristenpflicht gehört es, im Erdgeschoss am Brunnen in der Mitte ein Eis zu essen. Zur Website.

Lenin-Mausoleum

Im Lenin-Mausoleum ist der Leichnam Wladimir Iljitsch Lenins ausgestellt. (Foto: Ruti)

Hier ist der Leichnam Wladimir Iljitsch Lenins ausgestellt.

Das Lenin-Mausoleum ist ein pyramidenförmiges Gebäude auf dem Roten Platz, in dem der Leichnams des Vaters der Sowjetunion ausgestellt ist. Der Besuch ist kostenlos. Weil es aber nur zwischen 10 und 13 Uhr geöffnet ist, muss man meistens anstehen. Drinnen darfst Du keine Fotos schießen und auch nicht stehenbleiben. Du läufst einmal um den Glaskasten herum und betrachtest dabei Lenin.

Hinter dem Mausoleum sind viele weitere Größen des Landes, wie beispielsweise der erste Mann im All, Juri Gagarin, oder Josef Stalin, begraben und mit kleinen Statuen versehen.

Kreml

Der Kreml in Moskau (Foto: Ruti)

Der Kreml in Moskau

Der Kreml ist der zentralste Teil Moskaus. Hier arbeitet Wladimir Putin. Der Regierungssitz Russlands ist von einer hohen roten Mauer umgeben und beherbergt unter anderem mehrere Kirchen, eine Zaren-Kanone, eine große Glocke, ein Waffenarsenal und Gärten.

Es lohnt sich, den Kreml zu besichtigen. Tickets sind gegenüber vom Eingang im Alexandergarten erhältlich. Zur Website.

Alexandergarten & Grab des unbekannten Soldaten

Das Grab des unbekannten Soldaten ist eine Gedenkstätte für die Opfer des 2. Weltkriegs. (Foto: Ruti)

Das Grab des unbekannten Soldaten ist eine Gedenkstätte für die Opfer des 2. Weltkriegs.

Wenn Du am historischen Museum vorbeiläufst und dann links abbiegst, betrittst Du den Alexandergarten, wo es auch zum Kreml-Eingang geht.

Gleich nach dem Tor befindet sich das Grab des unbekannten Soldaten. Hier brennt eine ewige Flamme und es wird den Opfern des 2. Weltkriegs gedacht. Zu jeder vollen Stunde gibt es den Wechsel der Wachmänner zu betrachten.

Gorki-Park

Der Eingang zum Gorki-Park in Moskau (Foto: Ruti)

Der Eingang zum Gorki-Park

Der Gorki-Park ist nicht zuletzt auch wegen der Scorpions weltbekannt und so etwas wie der Central Park in New York. Im Winter kannst Du hier Schlittschuhlaufen und im Sommer chillen. Der Gorki-Park liegt an der Moskwa und neben der Halle für moderne Kunst der Tretjakow-Galerie und des Freilicht-Museums Museon. Es gibt Cafés und Restaurants. Zur Website.

Bolshoi-Theater

Das Bolshoi-Theater in Moskau (Foto: Ruti)

Das Bolshoi-Theater

Das Bolshoi-Theater bedeutet übersetzt “großes Theater” und ist eines der berühmtesten Schauspielhäuser der Welt. Wenn Du Dir hier ein Ballett anschaust, siehst die Champions League. Am Schönsten ist es auf der historischen Bühne, die sich in dem großen Gebäude (Bild!) befindet – und am allerschönsten ist es, wenn Du Schwanensee siehst. Allerdings wird Schwanensee nicht immer aufgeführt und wenn, dann ist das Stück bereits Monate vorher ausverkauft. Aber ein anderes Ballett tut es auch und wenn es “nur” die neue Bühne ist, ist es ebenfalls okay. Die ist auch ziemlich schick. Karten solltest Du im Voraus auf der Internetseite des Bolshoi-Theaters kaufen.

Ausstellung der Errungenschaften der Volkswirtschaft ВДНХ

Ein Besuch des Geländes VDNKh in Moskau ist eine gute Gelegenheit, die sowjetische Architektur kennenzulernen. (Foto: Ruti)

Ein Besuch des Geländes VDNKh ist eine gute Gelegenheit, die sowjetische Architektur kennenzulernen.

Das VDNKh (oder je nach Übersetzung WDNCh oder VDNH – im Kyrilischen ВДНХ) ist ein riesiges Gelände, auf dem die Sowjetunion früher mit ihren architektonischen Errungenschaften geprotzt hat. Heute ist es ein Messegelände. Hier kannst Du lange herumspazieren und einen bekommst einen guten Eindruck der pompösen sowjetischen Bauweise. Außerdem stehen hier einige Fluggeräte aus der Kosmonauten und Sowjet-Zeit. Zudem gibt es zahlreiche Museen, Karussells, einen botanischen Garten, den Fernsehturm und eine Art SeaWorld. Zur Website.

Museen

Dieses bekannte Gebäude ist das historische Museum und steht auf dem Roten Platz in Moskau. (Foto: Ruti)

Dieses bekannte Gebäude ist das historische Museum und steht auf dem Roten Platz.

In Moskau gibt es jede Menge Museen, was sich vor allem bei schlechtem Wetter anbietet. Die bekanntesten Museen sind

Die Tretjakow-Galerie

Die Tretjakow-Galerie ist ein weltbekanntes Kunstmuseum, das sich unweit der Metro-Station Tretjakowskaya befindet. Am Gorki-Park gibt es eine „Zweigstelle“ für moderne Kunst (zur Website). Außerhalb dieser „Zweigstelle“ und gratis zu besichtigen befindet sich

Der Park der Künste „Museon“

Hier sind jede Menge russische und sowjetische Skulputuren ausgestellt. Ein Spaziergang durch den Park am Ufer der Moskwa lohnt sich bei schönem Wetter. Zur Website.

Im Kosmonauten-Museum ist Juri Gagarin der Star. (Foto: Ruti)

Im Kosmonauten-Museum ist Juri Gagarin der Star.

Historisches Museum

Das knallrote Gebäude ist direkt am Roten Platz gelegen. Hier kannst du jede Menge über die Geschichte Russlands lernen. Allerdings sind alle Beschriftungen ausschließlich auf Russisch. Deshalb solltest Du über einen Audio-Guide (den gibt es in mehreren Sprachen) nachdenken. Zur Website.

Kosmonauten-Museum

Der Name sagt es bereits: Hier sind die Errungenschaften der sowjetischen Raumfahrt ausgestellt. Das Museum liegt direkt an der U-Bahn-Station VDNKh und Du kannst den Weg der Menschheit ins All verfolgen. Zur Website.

Puschkin-Museum

Ein weiteres bedeutendes Kunstmuseum mit spektakulären Statuen. Hier ist unter anderem auch das Schliemann-Gold ausgestellt. Absolut sehenswert. Zur Website.

Multimedia Art Museum (MAMM)

Hier finden ständig wechselnde Ausstellungen mit dem Schwerpunkt Fotografie statt. Es ist sehr abwechslungsreich und hat nicht die Schwere klassischer Kunstmuseen. Toll gemacht. Zur Website.

Bunker 42

Das ist das Eingangstor zum Bunker 42 - welcher heute ein Museum über den Kalten Krieg ist. (Foto: Ruti)

Das ist das Eingangstor zum Bunker 42 – welcher heute ein Museum über den Kalten Krieg ist.

Der Bunker 42 diente als Schutz vor einem möglichen Atomwaffenangriff der USA. Er ist auch eng verbunden mit der Kubakrise. Heute ist er ein Museum. In einer geführten Tour geht es 60 Meter in die Tiefeund Du erfährst viel über den Kalten Krieg. Ein sonderbares Highlight ist die Demonstration eines Atombomben-Abschusses. Ein Besuch lohnt sich sehr.
Weil Du den Bunker nur in einer Tour besuchen kannst, mach Dich vorher auf der Webseite schlau, wann sie ist und vergewissere Dich, dass sie auch in Englisch ist.

Essen

"Hering im Pelzmantel" ist ein Klassiker der russischen Küche. (Foto: Ruti)

“Hering im Pelzmantel” ist ein Klassiker der russischen Küche.

Wenn Du zum ersten Mal in Russland bist, solltest Du natürlich auch einige typisch russische Gerichte probieren. Die Klassiker sind

Borschtsch

Eine blutrote Suppe mit Roter Beete, Karotten, Kohl, Rindfleisch, Zwiebeln und Kartoffeln

Blinis

Russische Pfannenkuchen, klassisch mit Lachs und Crème fraîche oder mit Kaviar. Blinis gibts aber auch mit 100 anderen Beilagen, süß oder sauer.

Russischer Salat Olivier

Russischen Salat findet man überall auf der Welt unter diesem Namen. Nur in Russland heißt er „Salat Olivier“, benannt nach seinem französischen! Erfinder. Er besteht aus Kartoffeln, Salzgurken, Fleisch, Eiern, Karotten, Erbsen und Mayonnaise.

Hering im Pelzmantel „Schuba“

Schuba ist das russiche Wort für Pelzmantel und so heißt auch ein Schichtsalat mit Hering, Kartoffeln, Roter Beete, Karotten und Mayo.

Diese und andere typisch russischen Gerichte (Schaschlik, Bœuf Stroganoff,…) findest du in Moskau selbstverständlich überall. Ein paar Tipps gibts dennoch:

Teremok

Ist quasi ein Blin-Fast-Food-Laden, der zig Filialen in Moskau hat. Hier gibt es gute Blinis in allen möglichen Varianten. Zur Website.

МУ-МУ

Ebenfalls eine Kette, bei der Du Dich selbst bedienst. Es gibt viele Filialen in Moskau und Du erhältst günstige, solide Kost. Mittags gibts immer ein Lunch-Angebot. МУ-МУ wird „MuMu“ ausgesprochen und ist das Geräusch, das die Kuh macht. Zur Website.

Stolovaya 57

Stolovaya 57 ist ein Selbstbedienungs-Restaurant (Stolovaya bedeutet Kantine) im obersten Stockwerk des Luxus-Kaufhauses GUM. Empfehlenswert, wenn man am Roten Platz ist und schnell mal was Russisches essen will. Zur Website.

Kochkurs

Beim Kochkurs mit Mama in Moskau (Foto: russiancookingclass.ru)

Beim Kochkurs mit Mama in Moskau

Auch eine schöne Sache ist ein russischer Kochkurs. Ich habe das bei Galina gemacht. Das ist relativ basic, aber sie ist wirklich außerordentlich hilfsbereit, auch bei Fragen und Tipps zu Moskau im Allgemeinen. Es werden Fotos gemacht, die Du anschließend gemeinsam mit den Rezepten per Mail bekommst. Nach dem Kurs kann man sie jederzeit kontaktieren. Ganz billig ist der Kurs mit 6000 Rubel pro Person aber nicht. Zur Website.

Cafés, Restaurants, Bars

"Patrick was a Saint. I ain't" - Whiskey on Ice im Dark Patrick's Pub in Moskau. (Foto: Ruti)

“Patrick was a Saint. I ain’t” – Whiskey on Ice im Dark Patrick’s Pub in Moskau.

In Moskau gibt es hunderte Bars, Cafés, Clubs und Restaurants. Cafés sind meistens das gleiche wie Restaurants. Hier gibt es nicht nur Kaffe und Kuchen, sondern das ganze Programm. Warum viele Restaurants in Moskau Café heißen, weiß ich auch nicht.

Tipp: Viele Restaurants haben Speisekarten in Englisch. Manchmal checken es die Kellner nicht gleich, also einfach danach fragen. Dann musst Du Dich nicht mit Kyrillisch und Translator-Apps abmühen.

In den Straßen Myasnitskaya und Pokrovka findest Du unzählige Gelegenheiten zum Ausgehen. Beide befinden sich nicht weit voneinander in der Innenstadt. Wenn Du an der Metro-Station Lubyanka aussteigst, bist Du direkt an der Myasnitskaya. Von dort aus kannst du herumlaufen und schauen, was Dir zusagt. Die Pokrovka ist zu Fuß von dort erreichbar. Wenn Du zu faul bist, kommst Du über die Metro-Station Kitay-Gorod direkt dorthin.

Kaukasische Kost

Auf jeden Fall solltest Du kaukasisch essen gehen. Das ist so ähnlich wie türkisch oder griechisch, aber eben doch ein wenig anders. Häufig sind die Restaurants mit Wandteppichen und Plüsch gestylt. Das Essen ist lecker und relativ preisgünstig.

Khachapuri

Benannt nach einem überbackenen und mit Käse gefüllten Brot ist diese Restaurant-Kette eine hervorragende Anlaufstelle für georgische Küche zu günstigen Preisen. Besonders schön sitzt man auf der Terrasse der Filiale am Prospekt Mira. Zur Website.

Sim Sim

Chatschapuri ist eine georgische Spezialität. (Foto: Ruti)

Chatschapuri ist eine georgische Spezialität.

Hier gibt es eine große Auswahl leckerer kaukasischer Gerichte. Es gibt ebenfalls mehrere Filialen. Ich kann das Restaurant am Rogozhskaya Zastava Platz sehr empfehlen. Zur Website.

Es gibt auch viele Imbiss-Läden, die sehr gutes kaukasisches Essen haben, auch zum Mitnehmen. Unweit des Sim Sim liegt das Vai me! – Why me!, welches einer dieser (in diesem Fall georgischen) Läden ist und ich empfehlen kann. Es gibt auch noch weitere Zweigstellen in Moskau. Zur Website.

Übrigens: In sehr vielen Restaurants Moskaus kannst Du Shisha rauchen. Wird hier Kalian genannt.

Neben den oben genannten Restaurants (russischkaukasisch) habe ich ein paar weitere Empfehlungen:

Café Pushkin

Das Café Pushkin findest Du auf jeder Liste über Restaurants in Moskau. Es ist im Barockstil eingerichtet und hochpreisig. Das Interieur ist atemberaubend schön, es wird live Harfe gespielt und man hat einen persönlichen Kellner mit weißen Handschuhen. Bekannte waren begeistert.
Aber: Ich hatte leider keine gute Erfahrung dort, weil mein reservierter Tisch nicht fertig war, der Kellner uns Stunden hingehalten hat und das Essen kalt war. Außerdem war es zwar lecker, aber nicht spektakulär. Für 250 Euro für 3 Personen hätte ich mehr erwartet. Und hier sind 90% der Gäste Touristen. Ich würde wegen der Atmosphäre auf ein paar Drinks vorbeischauen und wo anders speisen. Zur Website.

Rund um den Tverskoy Boulevard, an dem das Café Puschkin liegt, gibt es noch weitere Restaurants der Spitzenklasse, wie z.B. das

Twins

Zucchini-Vorspeise im Restaurant Twins in Moskau (Foto: Ruti)

Zucchini-Vorspeise im Restaurant Twins

Das Restaurant heißt deshalb so, weil die Köche Zwillinge sind. Die Küche ist äußerst fancy und wird sehr cool angerichtet. Auch wenn es nicht ganz billig ist, lohnt sich ein Besuch allemal.
Auf der Liste der 100 besten Restaurants der Welt rangierte es 2017 auf Platz 92. Zur Website.

White Rabbit

Das White Rabbit bietet ein schönen Ausblick über Moskau. (Foto: Ruti)

Das White Rabbit bietet ein schönen Ausblick über Moskau.

Das Restaurant mit der höchsten Platzierung (23) in jener Liste ist das White Rabbit. Es befindet sich in einer Art Wintergarten auf dem Dach eines 16-stöckigen Hauses und bietet einen schönen Ausblick. Das Hasen-Thema wird konsequent durchgezogen (Ich hatte Hasenzunge als Hauptspeise).

Der Chili Margarita im White Rabbits (vorne) ist mal ein Cocktail, der außergewöhnlich schmeckt - meiner Meinung nach weltklasse. (Foto: Ruti)

Der Chili Margarita im White Rabbits (vorne) ist mal ein Cocktail, der außergewöhnlich schmeckt – meiner Meinung nach weltklasse.

Das Essen ist fancy und lecker. Man trifft viele Touristen und die Preise sind nicht klein. Für zwei Personen haben wir dort knapp 200€ gelassen. Aber wir hatten auch Cocktails als Aperitif und eine Flasche Wein – aber eine eher günstige. Empfehlung: Der Chili Margarita ist einer der besten Cocktails, die ich je getrunken habe – außergewöhnlich und extrem lecker. Zur Website.

Time Out Bar

Die Time Out Rooftop Bar in Moskau ist ein Hingucker. (Foto: Ruti)

Die Time Out Rooftop Bar ist ein Hingucker.

Vom Twins aus nur ein paar Meter weiter die Twerskaya-Straße hoch an der Station Majakowskaja befindet sich im obersten Stockwerk des pompösen Peking-Hotels die Time Out Bar. Es handelt sich um eine schicke Cocktail-Bar, wo Du aber auch sehr gut essen kannst. Der Raum hat eine extrem hohe Decke mit einem Gemälde, ein DJ legt auf und bunte Farben strahlen die weißen Wände an. Man kann auch draußen sitzen. Allerdings musst Du einen Mindestbetrag verzehren, um einen Tisch zu bekommen. Ansonsten musst Du mit der Bar Vorlieb nehmen. Nicht billig. Zur Website.

Didu

Das Didu ist eine Bar in der Myasnitskaya-Straße. Hier sind die Wände voller Knetmännchen, die Musik laut und es ist immer gut besucht. Du kannst sowohl essen als auch trinken. Preisklasse Durchschnitt. Zur Website.

19 Bar and Atmosphere

Für mich ist "Gipsy's Kiss" das Highlight unter den Cocktails im 19 Bar and Atmosphere im Herzen Moskaus.

Für mich ist “Gipsy’s Kiss” das Highlight unter den Cocktails im 19 Bar and Atmosphere im Herzen Moskaus.

Das ist eine Bar in der Prokowka-Straße, die vorzügliche Cocktails für normale Moskauer Preise hat. Auch hier kann man essen. Zur Facebook-Seite.

Kot Schrödingera

Die Cocktail-Karte im Kot Schrödingera in Moskau (Foto: Ruti)

Die Cocktail-Karte im Kot Schrödingera

Der Name der Bar bedeutet „Schrödingers Katze“. Sie gehört zu den sogenannten “Geheim-Bars” in Moskau. Das heißt, sie sind schwerer zu finden. Aber im Internet kannst Du Dir die Adresse raussuchen und dann nach kleinen Hinweisen Ausschau halten. So geheim ist das alles nicht. Das Kot Schrödingera bedient sich auch einrichtungsmäßig dem Geheim-Stil. Es liegt im Keller und sieht aus, wie eine illegale Bar. Die Cocktail-Karte ist ein Perioden-System und nicht gleich zu durchschauen. Hier gibts Cocktails, die in einer Glühbirne, in einem Legobecher oder in einem Katzenkopf (aus Keramik versteht sich) serviert werden. Zu Essen gibts Snacks. Die Preise sind okay. Zur Website.

Sprache

Englisch

Das mit der Sprache ist in Russland oftmals ein Problem. In St. Petersburg funktioniert das noch ganz gut, aber von da ostwärts wirds immer dünner. In Moskau spricht kaum jemand gut Englisch, geschweige denn in ländlicheren Gegenden. Aber das ist gerade im Umbruch.

Gerade die junge Generation verfügt über Englisch-Kenntnisse und probiert sie auch gerne an Touristen aus. Die gibt es nämlich noch nicht allzu lange in großer Zahl.

Für die Fußball-WM 2018 wird Moskau gerade mit Hochdruck aufpoliert: Überall sind Baustellen, Schilder sind auf einmal auch in lateinischer Schrift und in der Metro gibt es englische Durchsagen. Wenn der Fußball also den Ausländerstrom so richtig zum anschwellen bringt, will sich Moskau von seiner besten Seite zeigen.

Deutsch

Manchmal lohnt es sich zu erwähnen, dass man Deutscher ist: “Ja niemetz.“ (ich bin Deutscher) bzw. “ja niemka.” (ich bin Deutsche). Viele Russen haben in der Schule Deutsch gelernt und beherrschen ein paar Brocken. Außerdem steht Deutschland in Russland immer noch für Top-Qualität. Viele Produkte werden mit dem Zusatz “deutsch” beworben und das bedeutet „gut“. Da hat man gleich ein paar Gesprächsthemen (Autos, Bier, Fußball etc.). Ich erzähle oft, dass ich viel lieber einen dieser alten Sowjet-Ladas fahren würde als einen neuen Mercedes, was immer für große Verwunderung sorgt, aber natürlich gut ankommt. Politik und Nazis würde ich im ersten Gespräch erstmal weglassen.

City Space Bar

Die City Space Bar in Moskau befindet sich in dem Turm rechts. (Foto: Ruti)

Die City Space Bar befindet sich in dem Turm rechts.

Die City Space Bar ist meine Lieblings-Cocktail-Bar. Sie befindet sich im obersten Stockwerk des Swissotel Krasny Holmy und gehört zu den besten Bars der Welt. Andere Cocktail-Bars haben in ihren Menüs stehen: gesehen in der City Space Bar Moskau. Bei einem 360-Grad Panorama-Blick über die Stadt schlürfst Du hier Cocktails der Spitzenklasse. Natürlich hat der Spaß auch seinen Preis. Zur Website.

Strelka Bar

In der Strelka Bar kannst du deinen Cocktail mit einem fantastischen Ausblick genießen. (Foto: ruti)

In der Strelka Bar kannst du deinen Cocktail mit einem fantastischen Ausblick genießen.

Die Strelka Bar gehört zum Strelka Institue, einem Ausbildungsprogramm in verschiedenen Disziplinen für urbane Entwicklung. Die sehr angesagte Bar liegt direkt am Fluss bietet einen fantastischen Blick auf die beeindruckende Christ-Erlöser-Kathedrale. Es gibt leckeres Essen und Cocktails und Du kannst dort auch feiern. An den Wochenenden legen hier Djs auf und finden Konzerte statt. Das Institut bietet außerdem  Filmvorführungen und Lesungen an. Im Sommer kannst du auch draußen feiern. Zur Website.

Propaganda

Diese Bar verwandelt sich am späten Abend in einen Club. Dann werden die Gäste gebeten aufzustehen, Stühle und Tische beiseite geräumt, der DJ kommt und es wird getanzt. Das Propaganda liegt nahe der Station Kitai-Gorod und ist auch ein beliebter Schwulen-Treffpunkt. Zur Website.

Nützliche Apps

Yandex ist das russische Pendant zu Google und funktioniert deshalb in Russland deutlich besser. Wenn Du Dir die Apps Yandex Metro, Yandex Maps, Yandex Taxi und Yandex Translator runterlädst bist Du bestens gewappnet. Yandex Maps zeigt Dir auch an, welche Metros, Busse oder Straßenbahnen Du nehmen musst, um ans Ziel zu kommen.
Der Google Translator struggelt mit Russisch ein wenig. Die App von Yandex ist deutlich überlegen.

Transport

Die Moskauer Metro-Stationen tragen den Spitznamen "unterirdische Paläste". Ich glaube, man kann erahnen, warum. (Foto: Ruti)

Die Moskauer Metro-Stationen tragen den Spitznamen “unterirdische Paläste”. Ich glaube, man kann erahnen, warum.

In Moskau ist die Metro das Transportmittel Nummer 1 und gleichzeitig auch eine Sehenswürdigkeit. Die Moskauer Metro gilt als die schönste der Welt und ihre Stationen werden unterirdische Paläste genannt. Es gibt freies WLAN und der öffentliche Transport, auch das Taxi, ist extrem günstig. Und: mit dem Metro-Ticket kannst Du auch Busse und Straßenbahnen nutzen.

Vom Flughafen in die Stadt kommst Du zum einem per Taxi. Bestell das aber lieber per Yandex oder Uber, die Jungs am Flughafen sind teuer. Oder Du nimmst den Express-Zug. Der ist meistens genauso schnell wie die Taxis und deutlich günstiger.

Der Rubel

Das ist das Geld, das so gern rollt. (Foto: Ruti)

Das ist das Geld, das so gern rollt.

Vor einigen Jahren war Moskau eine der teuersten Städte der Welt, dann kamen die Sanktionen gegen Russland und der Rubel sackte in den Keller (von 35 auf 90 Rubel für 1€). Mittlerweile hat er sich wieder etwas erholt. Derzeit (Stand Mai 2017) bekommst Du für 1€ um die 60 Rubel. Dann ist Moskau in etwa so teuer wie Deutschland. Die Grundversorgung ist sehr günstig. Dazu gehören auch für den Touristen interessante Produkte wie Taxi und Zigaretten. Importwaren sind dagegen viel teurer und auch Ausgehen ist nicht günstig.
Geld umtauschen kannst du in Moskau überall. Auch Geldautomaten gibt es unzählige.

Visum

Zu meiner ersten Visumsbeschaffung für Russland habe ich einen eigenen Artikel geschrieben. Diesen findest du hier.

Programm für 3 Tage

Tag 1:
  • 10:45 Uhr: Free Walking Tour – Dauer 2,5h.
    Der perfekte Auftakt für Deinen Moskau-Aufenthalt. Du läufst durch die Innenstadt bis zum Roten Platz & Alexandergarten und erfährst Wissenswertes.
  • Mittagessen
    Entweder bei Stolovaya 57 oder im untersten Stockwerk des Ochotny-Ryad-Kaufhauses, wo es ein Foodplaza unter anderem mit Teremok und MUMU gibt.
  • Kreml-Besuch
  • Spaziergang vom GUM-Hinterausgang über die Souvenir-Straße Nikolskaya bis Lubyanka, wo das ehemalige KGB-Hauptquartier steht. Außerdem befindet sich dort ein mehrstöckiges Kinder-Kaufhaus. Auch für Erwachsene ein Besuch wert.
  • Zurück ins Hotel. Dann Abendessen in einem netten Restaurant und den Abend mit Drinks ausklingen lassen.
Tag 2:
  • Hop on Hop off Bus (Tageskarte 20€, zur Website), Museum oder Kochkurs
  • Gorki-Park und Spaziergang an der Moskwa
  • Bootsfahrt am besten auf dem Radisson-Boot (Kostet 20€ und ist toll, meine Empfehlung: für 10€ mehr 1. Klasse fahren, zur Website). Während der Fahrt kann man sehr gutes Essen genießen und die beleuchteten Sehenswürdigkeiten der Stadt bewundern. Auch bei Tageslicht schön.
  • Danach Bar oder Club
Tag 3:
  • 10:00 – 14 Uhr Kochkurs oder Museum
  • Izmailovski-Markt (Metro-Station Partizanskaya)
    Souvenir- und Flohmarkt mit Raritäten aus Sowjet-Zeiten. Hier befindet sich auch ein weiterer Kreml zur Besichtigung.
  • Abends: Bolshoi-Theater
  • Den Abend in der City Space Bar mit Blick über die Stadt ausklingen lassen (Tisch reservieren, um auf Nummer sicher zu gehen)
     

Sicherheit

Die Fragen zur Sicherheit habe ich bereits zu Beginn des Beitrags genannt. Jeder Ausländer, der sich in Moskau aufhält, kennt sie. Die Angst vor Russland ist groß. Aber Moskau ist eine sehr sichere Stadt. Nachts alleine durch das Zentrum zu torkeln, ist kein Problem. Ich hatte noch nie irgendeine Art von Auseinandersetzung, auch wenn sich der ein oder andere meiner Begleiter nach zu viel Wodka durchaus daneben benommen hat. Ein Hinweis vielleicht: Russen sind sehr stolz auf ihr Land, und witzigerweise den Amerikanern da sehr ähnlich. Fang nicht gleich mit Wildfremden eine politische Diskussion an! Verhalte Dich in Moskau einfach genauso wie überall, wo Du zu Gast bist! Das ist alles.

*Dieser Reiseführer ist Teil der Europablogparade von Trip to the Planet.

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