Das ländliche Vietnam (Foto: Ruti)

Vietnam – Infos und Beiträge

Vietnam ist ein sehr interessantes Land. Es gibt allein drei Klimazonen. Der Norden hat vier Jahreszeiten der Süden nur zwei. Die vielen Einflüsse anderer Nationen haben dem Land viele Facetten gegeben. Die Küche ist vielschichtig und eine der besten der Welt. Allerdings werden auch eine Menge Tiere gegessen, die im Westen nicht auf dem Speisenplan stehen. Ich finde es geil, andere weniger.

Der Vietnamkrieg

Berühmt wurde das Land durch den Vietnamkrieg, in dem es sich mehr oder weniger erfolgreich gegen die technisch hochüberlegenden US-Amerikaner zur Wehr gesetzt hat. Unzählige Filme erzählen von den Schrecken dieses Krieges und den Guerilla-Taktiken der Vietcong, die in unterirdischen Höhlen lebten und die Amerikaner in Angst und Schrecken versetzten.

Die USA bombardierten das Land schwer, zerstörten fast alle Städte und auch viele kulturelle Stätten. Das Entlaubungsgift Agent Orange, das die USA einsetzten, sorgt bis heute für Behinderungen.

In Folge des Krieges wurde Nord- und Südvietnam 1976 wiedervereinigt und der kommunistische Staat, den Ho Chi Minh im Norden gegründet hatte, existiert bis heute. Seit 1995 führen Vietnam und die USA wieder diplomatische Beziehungen.

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Vietnam

Infos


  • Sozialistische Volksrepublik
  • Einer von vier kommunistischen Staaten in der Welt
  • etwa 95 Millionen Einwohner
  • Hauptstadt: Hanoi (7 Millionen Einwohner)
  • Größte Stadt: Ho Chi Minh City a.k.a. Saigon (8 Millionen Einwohner)
  • Fläche etwa so groß wie Deutschland
  • Amtssprache: Vietnamesisch
  • Währung: Dong
  • Größter Pfefferproduzent der Welt
  • Zweitgrößter Kaffeeproduzent der Welt
  • Zweitgrößter Reisexporteur der Welt
  • 1650 km lang und nur zwischen 600 und 50 km breit
  • Grenzen: im Norden an China, im Westen an Laos, im Osten an das Südchinesiche Meer und im Süden an Kambodscha

Der Vietnamkrieg war aber nicht der einzige des ehemals geteilten Landes. In den vergangenen 150 Jahren gab es dort 15 Kriege. Der letzte endete 1986. Es war ein Grenzkrieg mit China.

Irrer Verkehr

Der Verkehr in Vietnam ist für Westler nicht zu verstehen. Es gibt nur wenige Autos, dafür aber zig Millionen Zweiräder. Das liegt daran, dass für Autos extrem hohe Steuern gezahlt werden müssen. Allein über die Straße zu gehen, stellt in Großstädten für Westler ein mittelschweres Problem dar. Der Trick ist, langsam zu gehen, dann fahren die Mopeds einfach um einen herum. Warten bis frei ist, ist keine Option, denn es wird nie frei sein.

Extrem freundliche Menschen

Im Unterschied zu den umliegenden Ländern empfand ich Vietnam als sehr sauber und Pünktlichkeit scheint ernster genommen zu werden. Ich fühlte mich zudem äußerst sicher, die Menschen waren unfassbar freundlich. Der Hass auf Weiße, der nach dem Vietnamkrieg durchaus vorhanden war, ist weitgehend verschwunden, erzählte man mir. Im Gegenteil, die Vietnamesen freuen sich, wenn man ihr Land besucht. Das gilt auch für Amerikaner. Politik ist Politik und Menschen sind Menschen.

Einflüsse von China und Frankreich

Der Einfluss Chinas ist deutlich zu sehen. Zusammen mit den landestypischen Reishüten ergibt sich häufig ein Bild, dass dem Klischee Südostasiens entspricht.

Genannt werden muss auch die fast 100 jährige Kolonialherrschaft durch Frankreich (1858-1954). Auch diese hat Spuren hinterlassen.

Auch wenn man bei einem Vietnambesuch nicht um Geschichten von den Kriegen herumkommt, ist er keineswegs bedrückend. Für mich war es eines der geilsten Reiseziele überhaupt. Besuche Vietnam! Es lohnt sich.

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